BOSS DR 220E

Zwei der legendären Doktor Rhythms aus dem Hause Boss (Roland), die mit ihren Rhythmusgeräten auch, an notorischen Geldmangel leidende Musiker, mit besten Wissen und Gewissen unterstützten. Der DR 220, als Enkel des DR 55  und DR 110 besitzt bereits digitale 12 Bit Sample Sounds in der Tonerzeugung, Preset Rhythmen und ist frei programmierbar, allerdings nur 6 fach polyphon. D.h. das nur bestimmte Instrumente in bestimmten Kombinationen gleichzeitig gespielt werden können. Ein Trigger Ein- und Ausgang läßt den DR 220 auch mit anderen Instrumenten ohne Midi kommunizieren, auch wenn es zum Roland Din Sync nicht gelangt hat.

Der preisgünstigere DR 220 E besitzt die Sounds eines E Drum Sets mit den Instrumenten Lo, mid, hi Tom, Chinese Cymbal und Cup (Cymbal), Cow Bell, Slap (Electronic Sound), sowie open + closed Hi Hat. der teurere, und damit seltenere DR 220 A besitzt die gleichen Instrumente, allerdings von einem Naturschlagzeug. Die Cowbell wurde durch ein Rim Shot ersetzt und der Slap durch ein Hand Clap. Als Becken stehen Ride und Crash Cymbal zur Verfügung. So ergänzen sich die beiden Geräte zu einem gemischten Drum Set.

Das Gehäuse des DR 220 A ist anthrazit mit grüner Schrift gehalten, das des DR 220E in silber mit blauer Schrift. Bis auf die Sounds hab ich bisher noch keine weiteren Unterschiede feststellen können, suche aber noch ;-)

Der DR 220 stellt 32 fest programmierte Preset Rhythmen (ausschließlich aus dem Rock Bereich) und 32 frei programmierbare Rhythmen zur Verfügung. Mit diesen können 8 Songs mit bis zu 128 Takten zusammengestellt werden. Die Auflösung des Gerätes lässt nur 12 oder 16 Schläge pro Takt zu!
Songs können endlos wiederholt werden oder 2 Songs werden alternierend abgespielt, was nichts anderes heisst, dass ein Song mit 256 Takten zur Verfügung steht. Dies wird als "Song Chain" Funktion bezeichnet.

Es stehen die üblichen "Copy" und "Insert" Funktionen bei der Programmierung zur Verfügung. Das Display und das einfache Handling stellt dabei eine große Hilfe dar.

Natürlich kann man auch die Rhythmen von Hand auf den Gummitasten klopfen, ohne Anschlagdynamik, versteht sich. Bei entsprechender Programmierung kann der DR 220 mit einem Drum Pad am Triggereingang auch als "Expander" verwendet werden. Die Trigger Out Buchse liefert Triggerimpulse (8ms, +5V) nach der programmierten Rim Shot (DR 220 A) oder Cowbell (DR 220 E). Dabei wird das Audio Signal nicht abgeschaltet, also wird eine sinnvolle Synchronisation nur als Slave Gerät möglich sein.

Alles in allem ein nettes Spielzeug, die Sounds des E Drum Sets gefallen mir persönlich besser, aber dafür fehlen die Becken. Nachdem der Neupreis nicht sehr hoch angesetzt war, sollte man auch auf dem Gebrauchtmarkt nicht zu viel abezahlen. Dieses Gerät besitzt höchstens Sammlerwert, vom Klang und den Möglichkeiten gibt es meiner Meinung nach Besseres. Aber das Design..........


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